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Auffahrunfall gehabt – was jetzt zu tun ist

von Autoankaufregional

Die häufigsten Verkehrsunfälle auf deutschen Straßen sind Auffahrunfälle. Statistisch gesehen wird ein erheblicher Anteil der Autofahrer während des Lebens in mindestens einen Auffahrunfall verwickelt. Was kann also zu Auffahrunfällen führen das sie so viele Menschen betreffen? Was muss man bei einem Auffahrunfall tun und wer ist schuld? In unserem Artikel gehen wir auf all das und mehr ein und lassen Sie mit keinen offenen Fragen zurück.

Was kann zu Auffahrunfällen führen?

Um vor einem Auffahrunfall verschont zu bleiben ist es wichtig, dass Sie wissen, was zu Auffahrunfällen führen kann. Die Ursachen können dabei zahlreich sein die Häufigsten sind jedoch zu dichtes Auffahren auf den Vordermann, unaufmerksames Fahren oder unerwartet starkes Bremsen des Vordermanns.

Dichtes Auffahren kann zu Auffahrunfällen führen

Sicher Auto fahren kann man nur, in dem man vorausschauend fährt. Es ist leichtsinnig davon überzeugt zu sein, das Fahrverhalten jedes Verkehrsteilnehmers vorhersagen zu können. Ebenfalls kann es plötzlich zu unberechenbarem Fahrverhalten des Vordermanns kommen, wenn dieser auf etwas reagiert. Sie sollten sich immer einen ausreichenden Abstand zu Ihrem vorderen Auto gönnen, um im Notfall genug Reaktionszeit zu haben.

Unaufmerksamkeit am Steuer kann zu Auffahrunfällen führen

Auch der größte Abstand reicht oft nicht aus, wenn man unaufmerksam am Steuer sitzt. Sind sie während der Fahrt am Handy um noch kurze eine Nachricht zu lesen oder gibt es etwas besonders Wichtiges das sie einem Freund oder dem Partner mitteilen müssen gehen viele Fahrer unbewusst hohe Risiken ein. Dass Unaufmerksamkeit sich negativ auf die Verkehrssicherheit auswirkt, ist offensichtlich und sollte daher um jeden Preis vermieden werden.

Bremsen Sie unerwartet stark ab, kann das zu einem Auffahrunfall führen

Da Sie nur wenig direkten Einfluss auf das Fahrverhalten Ihres Hintermanns nehmen können müssen Sie für diesen ebenfalls vorausschauend Fahren. Im Klartext heißt das, dass Sie ihm immer genug Zeit lassen sollten auf Ihr abbremsen zu reagieren. Rechnen Sie vorsichtshalber immer mit einer verzögerten Reaktionszeit des Fahrers hinter Ihnen.

Auffahrunfall – wer ist schuld?

Der Grundsatz, dass der Auffahrende immer an einem Auffahrunfall schuld ist, stimmt nicht. Jedoch ist es einfach, zu verstehen woher dieser Irrglaube zum Allgemeinwissen eines jeden Autofahrers wurde. Im Verkehrsrecht gilt der Anscheinsbeweis. Vergleichbar ist der Anscheinsbeweis mit der Unschuldsvermutung des Beschuldigten, bis seine Schuld zweifelsohne bewiesen wurde.

Beim Anscheinsbeweis geht man jedoch zunächst davon aus, dass der Auffahrende die Schuld an einem Auffahrunfall trägt (dem Anschein nach), es sei denn er kann diesen Anschein widerlegen.

Wie kann der Auffahrende den Anscheinsbeweis widerlegen?

Hat der Vordermann gegen die StVO verstoßen, ist er mindestens teilweise an dem Unfall schuld und er hat eine Teilschuld. Da dem Anschein nach aber erst einmal immer von der Schuld des Auffahrenden ausgegangen wird, kann dieser Anschein in der Regel nicht einfach durch eine Aussage des Auffahrenden widerlegt werden. Für eine erfolgreiche Widerlegung des Anscheins werden Zeugenaussagen oder ein Gutachten eines Unfallanalytikers benötigt.

Dabei ist nur wichtig, dass der Führer des aufgefahrenen Fahrzeugs gegen die StVO verstoßen hat. Ebenfalls spielt es keine Rolle, ob das Fahrzeug zum Zeitpunkt des Auffahrunfalls in Bewegung war oder gestanden hat. So trägt ein Führer eines Fahrzeugs auch eine Teilschuld bei einem Auffahrunfall, wenn er sein Fahrzeug beispielsweise ungenügend beleuchtet oder gesichert auf einer Straße abstellt.

Es ist die Aufgabe des Gerichts zu bestätigen welcher Fahrer wie viel Schuld an einem Auffahrunfall trägt.

Fazit

Zwar wird grundsätzlich erst mal von der Schuld des auffahrenden Fahrers ausgegangen (dem Anschein nach) trotzdem kann dieser den Anschein mittels Beweisen die eine Verletzung der StVO des Vordermanns nachweisen widerlegen. 

Auffahrunfall – was tun?

 

Nach einem Auffahrunfall legen die Nerven meist blank. Egal ob es sich dabei eher um ein Aufrollen handelt oder es einen gehörigen Aufprall gab. Viele Autofahrer fragen sich daher, was man bei einem Auffahrunfall tun muss. Das Erste das Sie nach einem Auffahrunfall tun müssen ist, die Ruhe bewahren. Vergewissern Sie sich das es Ihnen, dem Unfallgegner und den Beifahrern gut geht und niemand ernsthaft verletzt wurden.

Was muss ich bei einem Auffahrunfall tun?

  • Ruhe bewahren 
  • Warnblinker anmachen
  • Warnweste überziehen
  • Unfallstelle sachgemäß mit einem Warndreieck absichern (Das Warndreieck müssen Sie mindestens 100 Meter vor der Unfallstelle aufstellen).
  • Nach dem körperlichen Befinden aller Beteiligten erkundigen
  • Wenn notwendig. einen Krankenwagen und die Polizei rufen
  • Die Personen- und Versicherungsdaten des Unfallgegners aufnehmen und die eigenen aushändigen
  • Entstandene Schäden an den Fahrzeugen dokumentieren (Fotografieren Sie den entstandenen Schaden als auch die Unfallstelle, machen Sie so viele Bilder wie möglich. Hier gilt die Regel lieber zu viele Fotos als zu wenig. Diese werden Sie noch für die Abwicklung über die Versicherungen und die Schuldfrage brauchen.)
  • Eine Unfallskizze anfertigen, die den Unfallhergang beschreibt
  • Personendaten vorhandener Zeugen aufnehmen

Wie Sie sehen, gibt es nach einem Auffahrunfall viel, was Sie tun müssen. Deshalb ist es so wichtig, die Ruhe zu bewahren und nicht in einen Streit mit dem Unfallgegner zu geraten, auch wenn das in solch einem emotionalen Moment schwierig ist.

Muss man die Polizei bei einem Auffahrunfall rufen?

Nach einem Auffahrunfall kommt oft die Frage auf “Muss man die Polizei bei einem Auffahrunfall rufen?” Wie so oft gibt es auch hier nicht nur eine Antwort. Die Polizei muss bei einem Auffahrunfall mit Personenschaden zwingend gerufen werden. 
 
Dennoch steht es Ihnen frei die Polizei auch bei Auffahrunfällen, ohne Personenschäden zu rufen, was auch von diversen Automobilklubs empfohlen wird. Ebenfalls wird empfohlen, die Polizei bei jedem Verkehrsunfall mit einem Fahrzeug das im Ausland zugelassen ist zu rufen. 

Droht Ihnen nach einem Auffahrunfall eine Strafe?

 
Für das verursachen eines Auffahrunfalls droht Ihnen eine Strafe in Form eines Bußgelds. Die Höhe des Bußgelds beträgt zwischen 35€ und 200€. So wird für das unnötige starke Abbremsen ein Bußgeld von 35€ fällig und für das unachtsame Ausscheren während des Überholvorgangs 110€ fällig werden. Bei einem Auffahrunfall aufgrund Telefonierens während der Fahrt wird sogar ein Bußgeld von 200€ fällig.  
 
Das Bußgeld ist von dem Fahrer zu bezahlen, der an dem Auffahrunfall schuld ist.

Beschädigtes Fahrzeug nach einem Auffahrunfall

Ist der Schock einmal überstanden, die Schuldfrage geklärt und die Regulierung über die Versicherung erfolgt bleibt nur noch die Frage offen was Sie mit dem beschädigten Fahrzeug nach einem Auffahrunfall machen sollen. Zur Wahl stehen üblicherweise zwei Option, die Reparatur oder der Verkauf des beschädigten Fahrzeugs. Was die beste Entscheidung für Sie ist, hängt sicherlich auch von der Höhe des entstandenen Schadens ab. Um sich alle Optionen offen zu halten und die wirklich beste Entscheidung treffen zu können sollten Sie sich zunächst einen Kostenvoranschlag für die Reparatur und ein Verkaufsangebot einholen um diese miteinander zu vergleichen.

Oft ist der Verkauf eines beschädigten Fahrzeugs deutlich sinnvoller, als Reparaturen vornehmen zu lassen die den Wert des reparierten Fahrzeugs übersteigen. Gerne machen wir Ihnen noch heute ein kostenloses und für Sie vollkommen unverbindliches Angebot.

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