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Auto mit Getriebeschaden reparieren

von Autoankaufregional

Kaputtes Auto aufgrund eines Schadens am Getriebe? Sie denken über einen Austausch gegen ein neues Getriebe nach? Eine sinnvolle Alternative zum Komplettaustausch ist es, den Getriebeschaden reparieren zu lassen beziehungsweise die einzelnen defekten Komponenten instandsetzen zu lassen. Welche Maßnahmen zur Instandsetzung hier ergriffen werden müssen, hängt immer von der Art und dem Ausmaß des Schadens ab, in der Regel ist aber günstiger, einen Getriebeschaden reparieren zu lassen als gleich ein neues Getriebe einzubauen. Im Folgenden klären wir Sie über Anzeichen und Ursachen eines Getriebeschadens auf, und erläutern, wann es sinnvoller ist, einen Getriebeschaden reparieren zu lassen. Auch mit welchen ungefähren Kosten Sie im Fall eines Getriebeschadens rechnen müssen, ist Teil dieses Beitrags.

Das Autogetriebe – Funktion und Nutzen

Das Getriebe ist eines der wichtigsten Bauteile im Auto, denn es hat die Aufgabe, die Leistung des Motors, also die Drehzahl und das Drehmoment, aufzunehmen und auf den Rad- oder Achsantrieb zu übertragen. Dabei benötigt jeder Gang eine andere Getriebeübersetzung, um die Drehzahl genau so hoch zu halten, dass der Motor am leistungsfähigsten ist. Im ersten Gang beispielsweise überträgt das Getriebe genau so viel Leistung, dass der Motor nicht abstirbt, aber bei einer Geschwindigkeit von bis zu etwa 30 Kilometer pro Stunde auch nicht überdreht. Wenn die höchstmögliche Drehzahl bei etwa 30 Kilometer pro Stunde erreicht ist, muss der Fahrer in einen höheren Gang schalten.

Wenn man vom Getriebe spricht, meint man meist das stabile Metallgehäuse, das das eigentliche Getriebe umfasst. In dessen Inneren wiederum befinden sich unzählige Einzelteile, beispielsweise Zahnräder, die aufeinander abgestimmt zusammenarbeiten und das eigentlichen Getriebe ausmachen.

 

Getriebeschaden erkennen

Solange das Getriebe einwandfrei funktioniert und dafür sorgt, dass das Schalten ohne Probleme vonstatten geht, erhält es kaum Beachtung. Die bekommt es erst, wenn ein Defekt vorliegt und man den Getriebeschaden reparieren lassen muss. Dabei gibt es einige Anzeichen, die einen Getriebeschaden ankündigen, schon bevor das Getriebe endgültig den Dienst versagt. Gut zu wissen: Wer hier schnell reagiert, muss, wenn er Glück hat, weniger zahlen. So ist es häufiger um ein Vielfaches günstiger, ein Auto mit Getriebeschaden zu reparieren, wenn dieser nur leicht ist und frühzeitig erkannt wurde, als wenn es sich um defektes Auto mit schwerem Getriebeschaden handelt.

Wie sich der Schaden bemerkbar macht, hängt auch davon ab, ob Ihr Auto über ein Schaltgetriebe mit manueller Gangschaltung oder über ein Automatikgetriebe (auch Doppelkupplungsgetriebe) mit automatischem Anfahren und Schalten verfügt. Ursachen für Schäden am Getriebe gibt es viele; beispielsweise können thermische Überlastungen, ein Getriebeölmangel oder aber die Verwendung eines ungeeigneten Getriebeöls Gründe sein, warum das Getriebe den Geist aufgibt. Unabhängig davon verschleißen Getriebe egal welcher Art mit der Zeit und der zunehmenden Laufleistung und Belastung des Autos.

Doch welche Symptome zeigen einen Getriebeschaden an? Die häufigsten Anzeichen dafür, dass Ihr Schaltgetriebe beschädigt ist, finden Sie hier zusammengefasst:

– Öl tritt aus dem Getriebe aus
– ungewöhnliche, klackernde Geräusche aus dem Getriebe
– unruhiges, ruckelndes Fahrgefühl
– Probleme beim Schalten der Gänge; diese springen immer wieder heraus oder lassen sich nur schwer einlegen
– Motor reagiert nicht trotz Einlegen der Gänge
– Schaltknüppel lässt sich gar nicht oder nur schwer von einem Gang in einen anderen bewegen

Folgende Anzeichen helfen Ihnen außerdem dabei, mögliche Schäden an einem Automatikgetriebe frühzeitig zu erkennen und damit Folgeschäden zu vermeiden:

– Verzögerung beim Anfahren
– Getriebe rutscht beim Schalten durch
– Hydrauliköl riecht verbrannt und ist schwarz
– knackende oder schleifende Geräusche aus dem Motorraum

In all diesen Fällen sollte das Auto nicht mehr gefahren, sondern schnellstmöglich in die Werkstatt gebracht werden, weil das Getriebe bald versagen wird. Wenn Sie das Auto trotz aller Warnhinweise weiterfahren, verschlimmert sich der Schaden nur und kostet Sie letztlich mehr Geld, das in die Reparatur oder den Getriebeaustausch investiert werden muss. Weitere Informationen dazu, woran Sie einen Getriebeschaden erkennen, erhalten Sie hier.

Auto mit Getriebeschaden reparieren statt Getriebeaustausch

In der Regel bieten Vertragswerkstätten bei einem Getriebeschaden einen Austausch des Getriebes an, der meist mehrere Tausend Euro kostet. Es stimmt zwar, dass Sie nur wenige Optionen haben, wenn Ihr Auto einen Getriebeschaden hat – doch hier sollten Sie trotzdem zwei Mal überlegen. Stellen Sie sich unbedingt die Frage, ob ein Getriebeaustausch wirtschaftlich wirklich sinnvoll ist. Gerade wenn Ihr Auto schon etwas älter ist, kann es gut sein, dass der Kauf und Einbau eines neuen Getriebes den Wert Ihres Fahrzeugs übersteigt. Doch das beschädigte Auto in einem solchen Fall zu einem sehr günstigen Preis zu verkaufen, ist nicht immer die beste Möglichkeit. Häufig ist es dem Getriebeaustausch sowie dem Verkauf des Fahrzeugs vorzuziehen, ein Auto mit Getriebeschaden reparieren zu lassen. Auch eine Überholung des Getriebes ist möglich. Bei dieser werden im Unterschied zur Reparatur beziehungsweise Instandsetzung alle Verschleißteile ersetzt, egal, ob diese noch funktionstüchtig sind oder nicht.

Kosten für Getriebeaustausch und Getriebeinstandsetzung

Reparaturen an Motor und Getriebe sind die wohl teuersten Instandsetzungen am Auto. Dies liegt vor allem an der Komplexität des Getriebes sowie den vielen verschiedenen Fehlerursachen. Je nach Art und Ausmaß des Schadens kann eine Reparatur unterschiedlich teuer werden, das Nennen von Pauschalpreisen ist nur schwer möglich.

Wer seinen Getriebeschaden nicht reparieren lassen möchte, sondern am Austausch des beschädigten Getriebes gegen ein neues Modell festhält, muss mit hohen Kosten rechnen. Beispielsweise belaufen sich selbst die Kosten für ein neues Schaltgetriebe für eine Kompaktklasse wie den VW Golf mindestens 5000 Euro. Hinzu kommen die Kosten für den Einbau in der Werkstatt von etwa 1500 Euro. Eine Getriebeinstandsetzung für den VW Golf hingegen beginnt bei 2900 Euro und die Kosten für Ein- und Ausbau belaufen sich je nach Werkstatt hierbei auf nur wenige Hundert Euro.

Wichtig: Es ist hilfreich, einen Getriebeschaden frühzeitig zu erkennen und dann schnell zu handeln. So lassen sich häufig Tausende von Euro sparen. Ist der Schaden nämlich schon fortgeschritten oder handelt es sich um ein defektes Auto, können die Kosten schnell auf mehrere Tausend Euro steigen. Trotzdem bleibt es dabei: Fast immer ist es preisgünstiger, einen Getriebeschaden reparieren zu lassen als ein neues Getriebe einzusetzen.

Neben der Option eines ganz neuen Getriebes besteht die Möglichkeit, ein überholtes Getriebe zu erwerben und dieses ins Fahrzeug einbauen zu lassen. Viele Autobesitzer ziehen ein überholtes einem neuen Modell vor, weil sich diese im Preis deutlich unterscheiden. So ist ein überholtes Getriebe schon ab circa 1400 Euro zu bekommen, der Aus- und Einbau kostet zwischen 300 und 500 Euro. Problematisch hierbei ist jedoch, dass nicht alle Vertragswerkstätten und Spezialbetriebe überholte Getriebe auf Lager haben. Darüber hinaus bieten sie nicht immer an, den Einbau fremder Getriebe zu übernehmen. Unser Tipp: Kontaktieren Sie im Fall eines Getriebeschadens einen Spezialisten und fragen Sie nach einem Kostenvoranschlag über die verschiedenen Möglichkeiten, einen Getriebeschaden reparieren beziehungsweise eine Getriebeüberholung durchführen zu lassen.

Ihr Auto ist noch nicht alt und hat einen Getriebeschaden? Fragen Sie in diesem Fall unbedingt beim Hersteller nach der Garantie oder Kulanz.

Wie läuft eine Getriebereparatur ab?

Im Folgenden beziehen wir uns auf die Instandsetzung manueller Schaltgetriebe. Suchen Sie sich idealerweise einen seriösen, spezialisierten Betrieb aus, um Ihr Auto mit Getriebeschaden reparieren zu lassen. Liegt tatsächlich eine Störung vor, begutachtet die Werkstatt das Fahrzeug und bietet Ihnen anschließend eine fachkundige Beratung. Hierbei geht es vor allem um die Entscheidung, ob das defekte Getriebe komplett zu entfernen und durch ein Austauschgetriebe zu ersetzen ist oder ob es sich lohnt, dIhr Auto mit Getriebeschaden reparieren zu lassen.

Die Demontage geschieht, während sich das Auto auf der Hebebühne befindet. Das Getriebe – das bis zu 30 Kilogramm wiegen kann – muss vor der eigentlichen Reparatur fachgerecht ausgebaut werden. Anschließend wird das komplexe Bauteil in seine Einzelteile zerlegt und aufwändig gereinigt. Es findet eine Überprüfung der Funktionalität aller Teile statt, kaputte Teile werden ersetzt. Wenn alles einwandfrei funktioniert, wird das Getriebe wieder zusammengesetzt und noch einmal auf seine Funktion überprüft.

Dieser Ablauf entspricht auch der Vorgehensweise beim Austausch des alten gegen ein neues oder überholtes Getriebe. Der einzige Unterschied ist, dass in diesem Fall vor dem Einbau ins Auto keine Überprüfung der Funktionstüchtigkeit anfällt.

 

Wie lange dauert es, ein Auto mit Getriebeschaden zu reparieren?

Wie lange es dauert, ein Auto mit Getriebeschaden zu reparieren, variiert je nach Art und Ausmaß des Schadens sowie nach Fahrzeugtyp. Liegen lediglich kleine Defekte vor oder es müssen nur Verschleißteile ausgetauscht werden, schaffen Spezialbetriebe die Getriebeinstandsetzung in der Regel in drei Stunden, höchstens aber innerhalb eines Tages. Bei größeren sowie komplizierteren Mängeln, die noch dazu schwer zu finden sind, kann man mit einer Reparaturdauer von etwa zwei Tagen rechnen.

Meist sind es kleinere Betriebe, die auf Getriebeinstandsetzungen spezialisiert sind und Ihnen im Fall des Falles Hilfe bieten. Da die Unternehmen häufig ausgelastet sind, kann es hier zu längeren Wartezeiten für Termine kommen. Dafür können Sie sich in kleineren Betrieben sicherer sein, dass Ihr Fahrzeug in fachmännischen Händen ist und die richtigen Ersatzteile verbaut werden. Außerdem erhalten Sie eine zweijährige Garantie.

Wenn Sie ein überholtes Getriebe kaufen möchten, um es anschließend vom Fachmann einbauen zu lassen, suchen Sie gezielt nach Unternehmen, die diesen Service anbieten. Nicht alle Betriebe sind bereit, vom Kunden gekaufte überholte Getriebe einzubauen. In diesem Fall erhalten Sie natürlich keine Garantie auf das eingebaute Bauteil.

 

Getriebeschaden Ursachen

Sie fragen sich, wie Sie einen Getriebeschaden an Ihrem Fahrzeug verhindern beziehungsweise einem solchen vorbeugen können? Tatsächlich können Sie auf ein paar Dinge achten, um Ihr Getriebe zu schonen, denn häufig sind Fehler in der Nutzung Schuld am Getriebeschaden. Manuelle Getriebe beispielsweise leiden häufig unter fehlerhaftem Schalten, während dies Automatikgetrieben, die dem Autofahrer ein bestimmtes Fahrverhalten vorgeben, weniger schadet. Besonders schädlich ist es, wenn die Kupplung nicht richtig durchgedrückt oder zu schnell und ruppig geschaltet wird. Auch gleichzeitiges Kuppeln und Schalten fügen dem Getriebe immensen Schaden zu. Richtig geht es so: Das Kupplungspedal treten, dann den Gang sanft, aber nicht zu langsam einlegen und anschließend die Kupplung wieder loslassen.

Auch das Ziehen schwerer Lasten sollten Sie möglichst vermeiden, wenn Ihnen die Lebensdauer Ihres Getriebes am Herzen liegt. Abgesehen aber von Getriebeschaden Ursachen, die Sie als Fahrer des Fahrzeugs zumindest mit beeinflussen können, gibt es auch einige Ursachen, die auf technisches Versagen zurückzuführen sind und die Sie daher leider nicht in der Hand haben. So können thermische Überlastung und defekte oder verschlissene Einzelteile – beispielsweise Getriebelager, Synchronringe oder Synchronkörper – zu einem defekten Getriebe führen. Auch falsch durchgeführte Getriebemontagen, das Verwenden des falschen Getriebeöls oder ein zu geringer Getriebeölstand sind häufige Gründe.

Darüber hinaus ziehen Materialfehler oftmals Schäden am Getriebe nach sich. Durchschläge und weitere Undichtigkeiten am Gehäuse oder den Radialwellendichtringen führen dazu, dass Öl austritt, an die Kupplung gerät und es zum Schaden kommt. Manchmal ist ein Schaden am Getriebe aber auch bloß auf die Alltagsbelastung des Fahrzeugs zurückzuführen, da das Bauteil zu schwach ausgelegt ist.

Wie vermeide ich typische Fehler und schone das Getriebe?

Wir haben für Sie einige Tipps zusammengetragen, die Ihnen dabei helfen, Ihr Getriebe schonend zu behandeln, seine Lebensdauer zu verlängern und damit letztlich ein kaputtes Auto zu vermeiden.

Tipps zur Vermeidung von Getriebeschäden

– Drücken Sie das Kupplungspedal immer bis zum Anschlag durch.

– Legen Sie die Gänge nie mit Gewalt ein.

– Lassen Sie die Kupplung niemals schleifen. Das passiert zum Beispiel schnell, wenn Sie an der Ampel oder im Stau abwechselnd anfahren und bremsen müssen, fügt dem Getriebe aber mit der Zeit großen Schaden zu.

– Nehmen Sie die Hand zwischen den einzelnen Schaltvorgängen vom Schaltknüppel. Handelt es sich nämlich um ein Getriebe mit herkömmlichem Schaltgestänge, drückt die Schaltgabel stetig auf die Schaltmuffe und führt so zu einem höheren Verschleiß am Getriebe.

– Vermeiden Sie unnötige Fahrten in der Stadt, die häufiges Beschleunigen und Bremsen nötig machen. Auch solche Manöver verkürzen die Lebensdauer Ihres Getriebes.

– Führen Sie regelmäßige Getriebeölwechsel durch. Das verlängert nicht nur die Lebensdauer des Getriebes, sondern beim Ölwechsel lassen sich Anzeichen für einen drohenden Getriebesch. leichter erkennen und daher eher verhindern. Beachten Sie hierfür idealerweise die vorgegebenen Inspektionsintervalle.

– Schalten Sie achtsam. Vermeiden sie hohe Drehzahlen, wenn es nicht notwendig ist.

– Vermeiden Sie häufiges Ziehen schwerer Lasten und das Fahren am Berg.

– Vermeiden Sie abrupte Wechsel vom Vorwärts- in den Rückwärtsgang. Das abrupte Umschalten führt zu einer plötzlichen Umkehr der Getriebedrehrichtung, was einem Schaden nur Vorschub leistet.

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