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Getriebeinstandsetzung – Was kostet ein Getriebeschaden

von Autoankaufregional

Das Getriebe ist ein komplexes Bauteil und sorgt dafür, dass die Leistung des Motors – der sogenannte Drehmoment – an die Räder weitergegeben wird. Meist schenken wir dem Getriebe aber erst dann Aufmerksamkeit, wenn es nicht mehr tut, was es soll. Weil ein defektes Getriebe richtig teuer werden kann, klären wir hier darüber auf, ob eine Reparatur oder ein Austausch sinnvoller ist und mit welchen Kosten in beiden Fällen zu rechnen ist.

 

Getriebeschaden Ursachen

Egal, ob Ihr PKW ein Schaltgetriebe oder ein Automatik- beziehungsweise Doppelkupplungsgetriebe hat – jedes Getriebe verschleißt mit der Zeit aufgrund der mehr werdenden Laufleistung und Belastung. Neben dieser natürlichen Abnutzung können die Ursachen für einen Getriebesch. auch ein Getriebeölmangel oder die Benutzung des falschen Getriebeöls sein. Auch Materialfehler oder thermische Überlastungen können eine Rolle spielen. Hier erfahren Sie alles Weitere, was Sie über mögliche Ursachen für einen Getriebesch. wissen müssen.

Schäden am Getriebe können ganz unterschiedlich aussehen: Während manchmal das gesamte Getriebe betroffen ist, reicht es in anderen Fällen aus, lediglich einzelne Komponenten zu reparieren beziehungsweise auszutauschen.

Getriebeschaden Symptome

Wie lässt sich ein Getriebeschaden erkennen? Tatsächlich gibt es verschiedene Symptome, die auf ein mangelhaft funktionierendes Getriebe hinweisen. Wie diese aussehen, ist immer auch von der Art des Getriebes abhängig. Allgemein gilt aber, dass sich im Falle eines Defekts am Getriebe die Schaltvorgänge unsanft und “ruppig” anfühlen und das Getriebe während des Fahrens sowie im Leerlauf ungewöhnliche Geräusche macht. Häufig läuft Öl aus (aus dem Getriebe, nicht aus dem Motor), welches sehr dunkel ist und verbrannt riecht. Mehr Informationen darüber, wie Sie erkennen, dass Ihr Getriebe ausgetauscht oder repariert werden muss, bekommen Sie hier.

Getriebeinstandsetzung oder Austausch?

Was aber ist zu tun, wenn feststeht, dass das Getriebe Ihres Fahrzeugs einen Defekt hat? Grundsätzlich bieten sich im Falle eines Getriebeschadens drei Optionen – je nachdem, ob Sie sich für eine Getriebeinstandsetzung oder einen teilweisen oder kompletten Austausch des Bauteils entscheiden.

1. Getriebe instandsetzen/reparieren: Die Vertragswerkstatt übernimmt die Reparatur beziehungsweise Instandsetzung des Getriebes.
2. Getriebe gegen neues Ersatzteil austauschen: Die Vertragswerkstatt nimmt den Austausch des defekten gegen ein neues Getriebe vor.
2. Getriebe gegen überholtes Ersatzteil austauschen: Die Vertragswerkstatt verwendet ein teil- oder generalüberholtes Getriebe. Bei der Teilüberholung werden lediglich die defekten Bauteile ersetzt, die komplette Überholung sieht den Austausch aller Verschleißteile, auch der noch funktionierenden, vor.

 

Getriebeschaden Kosten: Instandsetzung oder Austausch – was ist günstiger?

Reparaturen, die aufgrund eines defekten Getriebes nötig werden, zählen zu den größten Kostenpunkten eines Autos. Trotzdem stellt es sich meist als kostengünstiger heraus, ein Getriebe reparieren zu lassen statt einen Getriebeaustausch vorzunehmen.

Da es sich beim Getriebe um ein so komplexes Bauteil handelt und die Schäden daran ganz unterschiedlicher Art sein können, lassen sich keine pauschalen Aussagen zu den Preisen treffen. Am teuersten ist aber fast immer der Austausch des defekten Getriebes. In der Regel ist ein Austausch über die Vertragswerkstatt möglich, der aber mehrere Tausend Euro kostet. Dabei hängen die tatsächlichen Kosten eines Neu- oder Austauschteils vor allem vom Fahrzeugmodell, dem Motor sowie der Anzahl an Gänge ab. So kostet ein Schaltgetriebe für einen VW Golf mindestens 5000 Euro, hinzuzurechnen sind die Kosten für den Einbau in der Werkstatt von etwa 1500 Euro. Eine Instandsetzung hingegen beläuft sich auf etwa 2900 Euro, hinzu kommen die Kosten für den Aus- und Wiedereinbau von etwa 460 Euro. Wie Sie sehen, ist die Reparatur in diesem Fall – sowie nahezu immer – um einiges günstiger als der Einsatz eines neuen Getriebes.

Im Hinblick auf die Getriebeschaden Kosten lohnt sich aber nicht nur die Getriebeinstandsetzung, sondern auch die Überholung. Der Einbau eines überholten Getriebes ist in den meisten Fällen wirtschaftlicher als ein Austauschgetriebe, weil erstere in der Regel preisgünstiger sind. So beginnen die Kosten für ein überholtes Getriebe bei 1400 Euro, hinzu kommen 300 bis 500 Euro für den Aus- und Einbau. Leider haben nicht alle Spezialwerkstätten überholte Getriebe vorrätig. Das liegt auch daran, dass das Angebot an überholten Getrieben für weniger beliebte Baureihen nicht so groß ist wie für populärere. Viele Werkstätten bieten den Einbau fremder Getriebe erst gar nicht an. Sinnvoll ist es deshalb immer, sich bei Verdacht auf einen Getriebeschaden von einem Spezialisten zu den verschiedenen Optionen beraten und einen Kostenvoranschlag erstellen zu lassen.

Die Frage, ob es sich lohnt, einen Getriebeschaden reparieren zu lassen, ist also in den allermeisten Fällen mit ja zu beantworten – denn eine Reparatur ist in der Regel möglich und meist kostengünstiger. Dahingegen übersteigt ein Getriebeaustausch häufig sogar den Fahrzeugwert – insbesondere, wenn es sich bei Ihrem PKW um ein älteres Modell handelt. Eine Instandsetzung ist bei so gut wie allen Getriebeschäden das Vorgehen der Wahl: Die Fachwerkstatt prüft jedes einzelne Bauteil und tauscht es schon bei geringen Abweichungen gegen ein neues ein. Für Ihre Kosten belohnt werden Sie nach der Reparatur mit einem neuen, angenehmen Fahrgefühl.

Getriebeinstandsetzung – was gibt es zu beachten?

Sie möchten Ihr Getriebe instandsetzen lassen? Wie der Spezialist bei der Reparatur vorgeht und worauf Sie selbst achten können, hängt vor allem von der Art Ihres Getriebes ab. Der wichtigste Unterschied ist der zwischen zwischen Schalt- und Automatikgetriebe, die sich im Aufbau grundsätzlich voneinander unterscheiden und daher verschiedene Reparaturmethoden erforderlich machen. Im Folgenden konzentrieren wir uns auf die Instandsetzung manueller Schaltgetriebe.

In einem ersten Schritt kommt das Fahrzeug auf die Hebebühne und das bis zu 30 Kilogramm schwere Getriebe wird fachgerecht ausgebaut. Dieser Teil kann bis zu drei Stunden dauern, dabei kommt es aber auch auf den jeweiligen Fahrzeugtyp an. Nach dem Ausbau wird das Getriebe zerlegt und gereinigt und die einzelnen Teile werden auf ihren Verschleiß hin kontrolliert. Defekte Verschleißteile wie Kupplungen, Bremsbänder und Dichtungen werden ausgetauscht – ebenso wie alle anderen beschädigten Komponenten, beispielsweise ein defektes Wellenlager. Anschließend setzt der Experte das Getriebe wieder zusammen und führt eine Überprüfung seiner Funktionalität durch. Dafür werden mehrere elektronische Testläufe durchgeführt. Wenn sich bei diesen keine Schwierigkeiten ergeben, folgt der Wiedereinbau in den Innenraum des Fahrzeugs und eine Probefahrt.

Dieser Prozess findet sowohl bei reparierten als auch bei neuen und überholten Getrieben statt. Bei den beiden letzten Varianten entfällt lediglich die Überprüfung der Funktionalität.

Übrigens: Handelt es sich bei ihrem Auto mit Getriebeschaden um eines neueres Modell, empfehlen wir Ihnen, beim Hersteller nach der Garantie zu fragen, bevor Sie das Fahrzeug zur Reparatur geben. Die Garantie ist bereits abgelaufen? Manchmal beteiligt sich der Hersteller auch aus Kulanz an den Reparaturkosten.

Ein Tipp: In einigen Schadenfällen lohnt es sich, schnell zu reagieren – unter Umständen sorgen Sie so dafür, dass die Getriebereparaturkosten um einiges niedriger ausfallen. Je länger Sie mit einem fehlerhaften Getriebe weiterfahren, desto größer kann der Schaden werden und desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Reparatur entsprechend teuer wird. Je nachdem welches Verschleißteil betroffen ist, kann die Differenz schnell mehrere tausend Euro betragen. Wenn es also beim Schalten knirscht oder sich die Gänge kaum noch bewegen lassen, sollten Sie Ihr Auto anhalten und schnellstmöglich in eine Werkstatt bringen lassen. Ungewöhnliche Geräusche, die aus Richtung des Getriebes kommen, können zwar auch andere Ursachen haben, aber in jedem Fall sollten Sie vorsichtshalber eine Werkstatt aufsuchen.

 

Tipps und Tricks im Umgang mit der Werkstatt

Achtung: Häufig begehen Laien, die Kosten einsparen wollen, den Fehler, das Getriebe ihres Fahrzeugs selbst reparieren zu wollen. Von solchen Eigenversuchen ist aber immer abzuraten. Ein defektes Getriebe zu reparieren ist eine komplexe Aufgabe und erfordert nicht nur Fachwissen, sondern auch Spezialwerkzeug. Die Reparatur in Eigenregie kann sogar dazu führen, dass das Getriebe gar nicht mehr instandzusetzen ist – etwa, wenn nach der Zerlegung bei der Neumontage eine Gehäuseschraube vergessen wird und dadurch ein Riss im Getriebegehäuse entsteht. Auch wenn Sie also die Kosten für die Reparatur in der Werkstatt und die Wartezeit auf einen Termin gerne umgehen würden – überlegen Sie es sich gut. Eine schiefgegangene Reparatur kann fatale Folgen für den Wert Ihres Fahrzeugs haben.

Wie lange dauert die Instandsetzung beziehungsweise der Austausch?

Wie lange eine Getriebereparatur beziehungsweise der Austausch des Getriebes dauert, hängt ganz vom Umfang des Schadens ab. Die meisten fachkundigen Werkstätten werden kleinere Arbeiten am Getriebe innerhalb eines Werktages erledigen können. Zwei bis drei Werktage können es werden, wenn es um das Beheben komplizierterer Schäden oder schwer zu findender Mängel geht.

 

Auch eine pauschale Aussage darüber, wie lange ein Getriebewechsel dauert, lässt sich nicht so einfach treffen. Man kann aber von einem ungefähren Aufwand zwischen drei und zehn Stunden ausgehen. Das hängt vor allem davon ab, wie leicht die Demontage vonstatten geht und ob viele andere Bauteile ausgebaut werden müssen, um an das Getriebe heranzukommen. Das eigentliche Problem aber ist die Terminfindung. Auf Getriebeschäden spezialisierte Betriebe sind meist eher klein und vergleichsweise dünn gesät, was bedeutet, dass sie häufig ausgelastet sind. Lange Wartezeiten sind deshalb die Regel. Der Vorteil solcher seriösen Betriebe jedoch ist, dass Sie dort sicher sein können, dass die Reparatur fachgerecht erfolgt. Häufig bekommen Sie außerdem eine zweijährige Garantie. Es lohnt sich also, die Wartezeit in Kauf zu nehmen – auch wenn diese nicht selten mehrere Wochen beträgt. Um möglichst schnell einen Termin zu bekommen, können Sie gleich bei mehreren Werkstätten nachfragen.

 

Beauftragung

Wenn es sich nicht gerade um die Werkstatt Ihres Vertrauens handelt, sollten Sie nicht das erste Angebot einer Werkstatt annehmen. Es ist immer empfehlenswert, mindestens eine zweite Meinung einzuholen – insbesondere, wenn Ihnen ein Kostenvoranschlag sehr hoch erscheint. Idealerweise holen Sie Angebote bei verschiedenen Fachwerkstätten ein, denn die Erfahrung zeigt, dass jedes Fahrzeug anders ist. Ob ein Neu- oder Austauschteil oder aber eine Instandsetzung das beste Vorgehen ist, sollte mit Hilfe eines Experten immer individuell abgewogen werden. Die Erstellung eines Kostenvoranschlags ist in der Regel kostenlos.

Sie wollen einen Reparaturauftrag abschließen? Um auf der sicheren Seite zu sein, geben Sie der Werkstatt keinen Blankoauftrag. Natürlich ist es bequemer, alle Entscheidungen einem Spezialisten zu überlassen, dafür sollte aber bereits vorab ein Vertrauensverhältnis vorhanden sein. Besprechen Sie stattdessen lieber vorab, was zu tun ist und wie viel das aller Voraussicht nach kosten wird. Vereinbaren Sie außerdem einen Rahmen, in dem sich die Kosten bewegen sollten, und dessen Überschreiten zur Folge hat, dass man noch einmal Ihre Meinung einholt. Auf diese Weise behalten Sie stets die Kontrolle und haben bei einer Erhöhung der Kosten die Möglichkeit, über günstigere Alternativen nachzudenken.

Verwenden zeitwertgerechter Ersatzteile

Wenn Sie sich für den Austausch des fehlerhaften mit einem teilweise oder komplett überholten Ersatzteil entscheiden, sollten Sie Ihre Werkstatt nach einer sogenannten zeitwertgerechten Reparatur mit einem überholten Getriebe fragen. Bei zeitwertgerechten Ersatzteilen handelt es sich um gebrauchte, aber voll funktionstüchtige Ersatzteile.

Wenn Ihre Werkstatt ein zu ihrem Fahrzeug passendes überholtes Getriebe auf Lager hat oder Ihnen anbietet, ein von Ihnen selbst gekauftes Getriebe einzubauen, kann das die Kosten erheblich senken. Dieses Vorgehen ist besonders sinnvoll, wenn Ihr Fahrzeug schon etwas älter ist und Sie nicht tausende Euros in seine Instandsetzung oder den Kauf eines neuen Getriebes investieren wollen.

Lohnt sich eine Getriebereparatur im Ausland?

Eine Getriebereparatur verursacht hohe Kosten, doch Sie möchten nicht mehr zahlen als absolut notwendig? Gerade wenn Ihr Auto ein Automatikgetriebe hat, kann es wirtschaftlicher sein, die Reparatur nicht in Deutschland, sondern im osteuropäischen Ausland durchführen zu lassen. Der Grund dafür ist, dass es sich bei Automatikgetrieben um hochkomplexe Antriebsaggregate handelt, deren Reparaturkosten zu den höchsten der Getriebereparaturkosten zählen. Ein Komplettaustausch des Getriebes stellt daher meist die kostengünstigere Variante dar. Noch wirtschaftlicher als der Austausch gegen ein hochpreisiges, neues Getriebe kann unter Umständen der Einbau eines aufbereiteten Getriebes sein. Die Anschaffungskosten belaufen sich hierbei häufig lediglich auf ein Drittel oder ein Viertel der Kosten für ein neues Ersatzteil.

Sie möchten Ihr Getriebe trotzdem lieber reparieren lassen? Für eine kostengünstige Reparatur bieten sich beispielsweise Deutschlands östliche Nachbarländer Polen und Tschechien an. Voraussetzung jedoch ist, dass Sie vor Ort eine gute Werkstatt kennen. Auch ob der Weg in die benachbarten Staaten nicht zu weit für Sie ist (insbesondere für den Fall möglicher Reklamationen), sollten Sie genau abwägen, bevor Sie diesen Schritt gehen.

 

 

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