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Motorinstandsetzung

von Autoankaufregional

Motor instandsetzen – Kosten, Vorgehen und Hinweise

Wenn er richtig gepflegt und gewartet wird, kann ein moderner Motor durchaus ein ganzes Autoleben lang halten. Schließlich handelt es sich um ein robustes, ausgereiftes und hochkomplexes Aggregat, das im Normalfall nicht so schnell Schaden nimmt. Dennoch passiert es hin und wieder, dass ein Wagen einen defekten Motor aufweist. Dann sieht der Autofahrer sich schnell mit der Frage nach einem Motoraustausch beziehungsweise einer Motorinstantdsetzung konfrontiert. Letztere kann helfen, wenn noch kein Austausch des Motors vonnöten ist. Zwar dauert sie meist länger als ein Motoraustausch – sie ist aber auch günstiger, da kein großes Ersatzteil erworben werden muss. Im Rahmen einer Motorinstandsetzung wird der Motor repariert. Defekte, beschädigte oder verschlissene Einzelteile werden ausgetauscht. Oft sind diese Teile selbst die Auslöser für den Motorschaden. Grundsätzlich sind bei einer Motorinstandsetzung viele Aspekte zu bedenken. Im Folgenden erfahren Sie, wann es sich lohnt, einen Motor instandsetzen zu lassen – und auch, wann er sich nur noch austauschen lässt. Außerdem klären wir Sie über die Motorschaden Kosten auf, die anfallen, wenn Sie Ihren Motor reparieren lassen. Zu guter Letzt geben wir Ihnen allerlei Tipps und Tricks mit an die Hand, dank derer die Reparatur Ihres defekten Motors Ihnen nicht länger schlaflose Nächte bereiten wird.

Welche ersten Schritte sollten im Falle eines Motorschadens beachtet werden?

Sobald sich die ersten Anzeichen eines Motordefekts bemerkbar machen, sollte schnellstmöglich gehandelt werden – schließlich können sie zu ernstzunehmenden Folgeschäden führen. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem Totalschaden: Dann muss in aller Regel ein Motoraustausch vorgenommen werden. Damit es gar nicht erst so weit kommt, ist es wichtig, als Fahrer einen Motorschaden erkennen zu können. Mehr Informationen erhalten Sie in unserem separaten Artikel „Motorschaden erkennen“. Sobald sich erste Symptome bemerkbar machen, sollte umgehend gehandelt werden – immerhin kann ein Schaden am Motor nicht nur sehr teuer werden, sondern auch erhebliche Sicherheitsrisiken für den Fahrer und andere Verkehrsteilnehmer mit sich bringen. Am besten ist es, so schnell wie möglich einen Experten zu informieren. Wenn der Schaden früh genug in fachkundige Hände übergeben wird, besteht die Chance, dass keine allzu große Reparatur vonnöten ist. Die Ursachen für einen Motordefekt sind vielfältig und individuell. Einige Defekte sind die Folge technischer Fehler, andere Schäden stehen mit einer falschen Pflege oder einer mangelhaften Wartung in Zusammenhang. Zudem gibt es auch Motoren, die für spezielle Defekte anfällig sind. Ein Problem, das immer wieder auftritt, sind die Verschleißteile im Motorbereich. Einzelne Komponenten wie Köpfe, Wellen oder Ventile mögen auf den ersten Blick nicht unbedingt als relevant erscheinen, können dem Motor im defekten oder verschlissenen Zustand aber genauso Schaden zufügen wie größere Teile. Wichtig ist in diesem Zusammenhang die regelmäßige Wartung: Werden die Einzelteile regelmäßig inspiziert und ausgetauscht, können Schäden am Motor in vielen Fällen vermieden werden. Im Artikel „Motorschaden Ursachen“ erhalten Sie weitere Informationen über die möglichen Ursachen und ihre effiziente Vermeidung. Kommt es trotz aller Vorsicht zu einem Schaden am Motor, ist unbedingte Vorsicht geboten. Sofern der Defekt nicht erst in der Werkstatt, sondern direkt auf der Fahrt diagnostiziert wurde, sollten entsprechende Warnhinweise des bordeigenen Diagnosesystems auf keinen Fall ignoriert werden. Selbst, wenn der Motor sich grundsätzlich noch starten lässt, ist es im Zweifel immer besser, das Fahrzeug abzustellen, um eine Werkstatt oder einen Abschleppdienst zu konsultieren. Denn nur bei einem Termin in der Werkstatt kann ein Experte feststellen, ob es grundsätzlich möglich ist, den Motor zu reparieren. Außerdem kann man Ihnen dort genau sagen, wie hoch die voraussichtlichen Kosten ausfallen werden. Vor der eigentlichen Motorüberholung muss natürlich geklärt werden, wo genau der Schaden liegt. Falls sich das Problem tatsächlich beheben lässt, sollten Sie überlegen, ob sich eine Motorinstandsetzung tatsächlich lohnt – denn in manchen Fällen kann es durchaus auch wirtschaftlicher sein, einen Motoraustausch vornehmen zu lassen. In beiden Fällen sollten die anfallenden Kosten dem jeweiligen Nutzen gegenübergestellt werden. Gerade bei umfangreichen Reparaturarbeiten am Motor kann der Kauf eines Neuwagens die sinnvollere Entscheidung sein.

Was gibt es bei einer Motorinstantdsetzung zu beachten?

Im Falle eines Motordefekts sollten Sie zunächst einmal mit Ihrer Werkstatt klären, ob der Schaden am Motor reversibel ist. Falls ja, stellt sich die weiterführende Frage, ob eine Grundinstandsetzung oder eine Generalüberholung vorgenommen werden sollte. In beiden Fällen ist es das grundsätzliche Ziel, die Langlebigkeit der Antriebswerke zu erhöhen. Dabei sollten die ursprüngliche Leistung und der anfängliche Zustand des Motors wiederhergestellt werden. Im Rahmen einer Grundinstandsetzung werden in aller Regel nur einzelne Komponenten eines defekten oder überalterten Motors ausgetauscht. Es sind also nur einzelne Teile am Motor wie Pleuelstange, Zylinderkopf oder Kurbelwellenlager von der Instandsetzung betroffen. Ihr Wechsel soll die ursprüngliche Leistung des Motors annähernd wiederherstellen. Welche Komponenten eines Austauschs oder der Überarbeitung bedürfen, wird mit Hilfe spezieller Geräte ermittelt. Im Rahmen einer Generalüberholung wird der alte oder gebrauchte Motor im Vergleich dazu komplett neu zusammengesetzt. Am Ende der Instandsetzung steht ein Motor, der nicht nur gebrauchsfähig, sondern auch neuwertig ist. Ist eine Motorinstantdsetzung in Form einer Grundinstandsetzung oder einer Generalüberholung grundsätzlich nicht möglich, kann der Motor auch komplett ausgetauscht werden. Da die Neuanschaffung eines Motors in aller Regel aber mit hohen Kosten verbunden ist, rechnet sie sich verglichen mit dem Fahrzeugwert in den meisten Fällen nicht. Eine Alternative zum fabrikneuen Motor kann hier ein generalüberholter Motor sein, bei dem nicht nur alle defekten Komponenten, sondern auch viele Verschleißteile gegen neue oder überarbeitete Teile getauscht werden. Die Motorinstandsetzung muss dabei nicht am eigenen Motor erfolgen, denn in vielen Fällen haben spezialisierte Unternehmen bereits instandgesetzte Austauschmotoren auf Lager, die mit dem eigenen, defekten Motor identisch sind. So lässt sich die Zeit, die die Reparatur in Anspruch nimmt, drastisch verkürzen: Während eine gründliche Motorinstandsetzung deutlich mehr als eine Woche dauern kann, müssen Sie für den Aus- und Einbau eines Motors in aller Regel nicht mit mehr als zwei Arbeitstagen rechnen. Übrigens raten wir Ihnen grundsätzlich davon ab, selbst Hand an den Motor Ihres Wagens zu legen. Lieber sollten Sie die Arbeit den Experten in der Werkstatt überlassen – und das nicht zuletzt, weil für den Ausbau eines Motors schweres Gerät erforderlich ist.

Lohnt es sich, einen Motorschaden reparieren zu lassen?

Je nach Umfang des Schadens lohnt sich ein neuer Motor oder eine gründliche Motorinstandsetzung vor allem bei hochwertigen Fahrzeugen. Bei Autos mit geringem Restwert kann dagegen auch auf gebrauchte Austauschmotoren zurückgegriffen werden. Die Eingriffe, die in diesem Bereich möglich sind, könnten vielfältiger kaum sein: Eine Motorinstandsetzung kann sehr unterschiedlich ausfallen – je nachdem, welche Komponenten von dem Defekt betroffen sind. Beim Motorblock lohnt sich eine Motorinstandsetzung aufgrund der hohen Kosten nicht in jedem Fall. Sinnvoll ist sie fast ausschließlich für höherpreisige Fahrzeuge, bei denen die Anschaffung eines Neuwagens die Kosten einer Motorinstandsetzung übersteigen würde. Von Bedeutung ist die Motorinstandsetzung außerdem auch bei Oldtimern: Die Raritäten haben einen besonderen Status, den sich Sammler auch schon einmal mehr kosten lassen. Da hier in den meisten Fällen keine funktionierenden Originalmotoren mehr erhältlich sind, bietet eine Motorinstantdsetzung eine gute Möglichkeit, den Wagen in fahrtüchtigem Zustand zu erhalten. Zu guter Letzt ist die Motorinstandsetzung für gewöhnlich auch bei Lastkraftwagen sinnvoll, da sie schon in gebrauchtem Zustand häufig so viel kosten wie ein neuer Kleinwagen. Gerade für Transportunternehmen rechnen sich die Kosten für die Instandsetzung von Motor, Fahrwerk und Co. Die Kosten einer Motorinstandsetzung variieren je nach Motortyp und Schadensumfang. So ist der Austausch eines Ventils natürlich günstiger als die Generalüberholung des Motors. Grundsätzlich sollte jedoch mit Rechnungen im drei- bis vierstelligen Bereich gerechnet werden. Aufgrund der vielen Messungen, verschiedenster Ersatzteile und Austauschaggregate sowie des hohen Zeitaufwands sind Kosten in Höhe von bis zu 6.000 Euro durchaus denkbar. Ein Austauschmotor schlägt in aller Regel sogar mit noch höheren Kosten zu Buche: Schon der Motor an sich kostet für einen herkömmlichen Vierzylinder zwischen 2.000 und 6.000 Euro. Hinzu kommen die Kosten der Arbeitszeit in der Werkstatt, die je nach Lage und Marke zwischen 65 und 100 Euro pro Stunde liegen. Da der Aus- und Einbau eines Motors mindestens einen Arbeitstag in Anspruch nimmt, muss daher zusätzlich zu den Kosten des Austauschmotors noch einmal mit bis zu 1.000 Euro für die Arbeitszeit gerechnet werden. Betroffene hoffen natürlich, dass der Hersteller zumindest einen Teil der Motorschaden Kosten übernimmt. Allerdings ist das oft ein Irrglaube. Denn Hersteller übernehmen die Kosten während der Garantiezeit nur dann, wenn dem Fahrer kein grob fahrlässiges Verhalten nachgewiesen werden kann. Eventuell zeigt sich der Hersteller auch dann großzügig, wenn die Kulanzregelungen noch greifen. Bei alten Fahrzeugen oder verschlissenen Motoren gilt ein Motordefekt dagegen in aller Regel als Betriebsschaden. Dennoch ist es absolut keine gute Idee, den Defekt aus Kostengründen einfach zu ignorieren, denn die Risiken für Fahrer, Umwelt und Fahrzeug sind immens.

 

Welche Tipps und Tricks können den Umgang mit der Werkstatt erleichtern?

In Zeiten, in denen die Technik immer weiter und schneller voranschreitet, kann es vor allem bei älteren Autos sinnvoll sein, den Motor überholen zu lassen. Ehe Sie eine abschließende Entscheidung treffen, sollten Sie Ihren Motor jedoch unbedingt im Istzustand überprüfen lassen. Wichtig ist dabei vor allem ein sorgfältiger Vergleich mit neueren Fahrzeugen. Zudem sollten Sie darüber nachdenken, was Sie alles erneuert oder verbessert haben möchten. Davon hängen auch die Kosten ab, die durch die Motorinstandsetzung auf Sie zukommen. Je nachdem, was alles verändert oder überarbeitet werden soll, kann sich die Reparatur auf 1.000 Euro aufwärts belaufen. Die Höhe ist allerdings auch stark vom Motor selbst abhängig. Je größer und komplizierter er konstruiert ist, desto teurer wird die Überholung Sie auch zu stehen kommen. Bei einem Motorrad sollten Sie mit mindestens 500 Euro rechnen. Grundsätzlich empfiehlt es sich, einen Motor immer von einer professionellen Werkstatt überholen zu lassen. Nicht mehr instandsetzen lassen sollten Sie einen Motor, bei dem ein genereller Motordefekt vorliegt. In diesem Fall wird Ihnen nichts anderes übrigbleiben, als den Motor austauschen zu lassen oder über die Anschaffung eines neuen Wagens nachzudenken. Vorsichtig sollten Sie sein, falls eine Werkstatt Ihnen von Anfang an einen Austausch aller Motorteile vorschlägt. Denn auch bei einer sehr guten Motorinstantdsetzung werden in aller Regel nicht alle Baukomponenten getauscht werden müssen. Die meisten Komponenten sind auf eine lange Lebensdauer ausgelegt, was einen Austausch überflüssig macht. Wenn Sie an eine solche Werkstatt geraten, können Sie davon ausgehen, dass hauptsächlich der Preis für die Reparatur in die Höhe getrieben werden soll. Im Idealfall vergleichen Sie mehrere Anbieter, ehe Sie sich für einen Anbieter entscheiden. Dabei sollten Sie nicht nur auf die Kosten achten – wichtig ist auch, mit welcher Art von Teilen dort gearbeitet wird. Nach Möglichkeit sollten Sie sich für einen Anbieter entscheiden, der auf Originalteile des Herstellers zurückgreift. Eine gute Werkstatt erkennen Sie auch daran, dass sie Mitglied der Gütegemeinschaft der Motorinstandsetzungsbetriebe e. V. (GMI) ist. Die jeweiligen Mitgliedsunternehmen haben sich dazu verpflichtet, klar definierte Regelungen einzuhalten. Außerdem finden hier regelmäßige Qualitätskontrollen durch unabhängige Sachverständige statt. Nur Anbieter, die den Ansprüchen dieser Sachverständigen genügen, dürfen das Gütezeichen RAL-GZ 797 verwenden. Für deutsche Autobesitzer kann es sich finanziell auch lohnen, ihren Wagen im Ausland reparieren zu lassen. Um dabei auf der sicheren Seite zu sein, sollten jedoch einige Grundregeln beachtet werden. Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club e. V. (ADAC) rät dazu, höchst vorsichtig zu sein, wenn Sie sich an eine ausländische Werkstatt wenden. Denn der Gewährleistungsanspruch, der im Falle eines Fehlers von Seiten der Werkstatt gegenüber dem Anbieter besteht, lässt sich in vielen Fällen nur schwer durchsetzen, wenn sich die Werkstatt im Ausland befindet. Hinzu kommen praktische Probleme wie beispielsweise eine erschwerte Kommunikation. Stellt sich ein Anbieter stur, kann der Prozess schnell teuer werden, denn wer im Ausland sein Recht durchsetzen möchte, braucht eine Menge Durchhaltevermögen. Schnell kann sich der ursprüngliche Einspareffekt dann ins Gegenteil verkehren. Das hat auch damit zu tun, dass das Werkvertragsrecht in Europa noch nicht vereinheitlicht ist. Die Folge sind unterschiedliche Gewährleistungsansprüche. Im Zweifel raten wir Ihnen daher dazu, sich an eine deutsche Werkstatt zu wenden.

 

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